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Friedrich August Adolph Bermpohl

Adolph Bermpohl wurde am 17.01.1833 in Gütersloh geboren und ist der Begründer der „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“.

Nach seinem Abitur in Gütersloh, ging er gegen den Willen seiner Eltern, die es gern gesehen hätten, wenn er Pfarrer geworden wäre, zur See.


Dieses Foto zeigt das Haus Am alten Kirchplatz 14 in Gütersloh, welches bis zum November 2006 für das Geburtshaus von A. Bermpohl gehalten wurde.

Ende 2006 stellte sich jedoch heraus, dass dieses zwar später das Wohnhaus der Familie Bermpohl gewesen ist, das Geburtshaus allerdings nicht mehr steht, obwohl es nur wenige Meter weiter gestanden haben soll.

Adolph Bermpohl machte Überseefahrten als Steuermann und Obersteuermann auf Tiefwasserseglern, um 1859 Navigationslehrer der Seefahrtschule in Vegesack (bei Bremen) und später Leiter einer privaten Seefahrtschule in Emden zu werden.

Vom Untergang einer Barke vor Borkum und der Gleichgültigkeit der nicht betroffenen Bevölkerung erschüttert, wand sich der damals 27jährige mit einem Appell an die Öffentlichkeit und rief zu mehr Solidarität auf.

Ab 1860 erschien eine von Adolf Bermpohl verfasste Artikelserie in der „Vegesacker Wochenschrift“ in der er das so genannte Strandrecht verurteilte. Nach dem Verständnis dieses Rechts fielen alle an den Strand gespülte Güter den Strandbewohnern zu, die somit kein Interesse daran hatten, Schiffbrüchige zu retten.

Der Aufruf war überschrieben: „Beiträge für die Einrichtung von Rettungsstationen auf deutschen Inseln der Nordsee“. Er sollte den Seerettungsgedanken sowohl in namhafte Schifffahrtskreise als auch in den kleinen privaten Bereich der Küsten- und Inselbevölkerung tragen.

Bermpohl warb für eine nicht-staatliche Organisation, die auf der Basis von Spenden und freiwilliger Arbeit einen Seenot-Rettungsdienst aufbauen sollte. 1863 erfolgte die Gründung des "Bremischen Vereins zur Rettung Schiffbrüchiger", welcher der Vorläufer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war.

Am 29. Mai 1865 erfolgte dann die Gründung der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ durch die Initiative von Oberzollinspektor Georg Breusing, Redakteur Dr. Arwed Emminghaus und Adolph Bermpohl.

Dieses Werk ist zu vergleichen mit dem vom nur wenig älteren Henri Dunant in Genf gegründeten „Roten Kreuz“.

Denn mit der Bereitschaft zur praktischen Rettungshilfe begann ein grundsätzliches Umdenken, das Jahrhunderte alte Standrecht, freibeuterischer Rücksichtslosigkeit gegenüber Schiffbrüchigen wurde aufgehoben.

1965 wurde aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der DGzRS ein neuer Seenotkreuzer auf seinen Namen getauft, die "SK Adolph Bermpohl" mit dem Tochterboot "Vegesack". Die Patenschaft über diesen Rettungskreuzer übernahm im Jahre 1978 Bermpohls Geburtsstadt Gütersloh.

Bermpohl verfasste verschiedene Fachbücher zum Seefahrtswesen wie zum Beispiel "Katechismus der Steuermannskunst und Seemannschaft".

Adolf Bermpohl starb am 07.07.1887 in Lesum bei Bremen.

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Quellen: www.DGzRS.de /  www.sar-museum.de /  www.wikipedia.de

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