tödlicher Personenunfall auf GLU

      tödlicher Personenunfall auf GLU

      bin beim rumgooglen mal wieder fündig geworden !

      unter bundesarchiv gibs Einträge zu Havarien, u.a. auch von GLU

      BM 39 /
      7 c Kutterunfall vor Provincetown am 9. Juli 1976
      [Detailansicht...][ausblenden...] 1976 - 1976
      Aktenzeichen: 57-15


      BM 39 /
      7 b Grundlagerschaden am Elektrodieselmoter V 2 am 7. März 1979
      [Detailansicht...][ausblenden...] 1979 - 1979
      Aktenzeichen: 57-15


      BM 39 /
      7 a Triebwerkschaden am Steuerbord-Antriebsdieselmotor am 19. Juli 1981
      [Detailansicht...][ausblenden...] 1981 - 1981
      Aktenzeichen: 57-15


      BM 39 /
      7 Tödlicher Personenunfall des Gefreiten Andre Maier am 7. Sept. 1983
      [Detailansicht...][ausblenden...] 1983 - 1983

      Hieran kann ich mich in soweit erinnern das Kameraden damals erzählten das der Kamerad bei Reparaturarbeiten an der "Katze" im achteren Bereitstellungsraum tödlich verunglückte.
      ...und schließe das ganze mit einem Zitat von Horst Hrubesch:
      • „Da hab ich gedacht, da tu ich ihn ihm rein in ihm sein Tor.“ oder
      • Ich sach nur ein Wort: "Vielen Dank" ! oder
      • Manni Bananenflanke, ich Kopf, Tor!
      das stimmt. als versorger habe ich natürlich auch von der geschichte gehört. ich glaube, mein alter stabsbootsmann ad heiko c... war damals auch schon an bord. der kamerad soll damals eingequetscht worden sein als er die katze instand gestzt hat. dabei soll ein anderer nicht aufgepasst haben und hat ihn dann eingequetscht. er ist dann an seinen verletzungen verstorben.

      moin blendaxx,

      wie kann ich denn auf die artikel zugreifen ? bin gerade auf der seite verzweifelt am suchen aber wahrscheinlich zu dämlich, die infos zu finden
      Eala Frya Fresena |:|
      ja die Einträge habe ich auch mal beim googeln gefunden, aber mehr als die Titel gibt es ja leider nicht her. X(

      Auf den Seiten gibt es auch einen Hinweis auf die Bordbücher, aber mehr leider auch dort nicht.

      .....

      Es gab wohl auch mal ein Besatzungsmitglied, das bei der Heimfahrt mit dem Auto einen Unfall hatte und verstorben ist.
      in meiner zeit sind zwei kameraden tödlich verunglückt. der eine war ein navmaat, der zu hause bei regen mit dem wagen bei einem überholmanöver tödlich verunglückt ist. der andere war ein ex 11ermaat, der auf dem weg nach hause auf der autobahn tödlich verunglückt ist. ich kann mich an beide noch gut erinnern. bei navmaat habe ich noch mit dem komo und dem pfarrer die eltern zu hause besucht. das war so das schlimmste, was mir in meinen leben bisher wiederfahren ist. danach wurde mir erst klar, welche verantwortung man im ernstfall als vertrauensperson eigentlicg hat.
      Eala Frya Fresena |:|
      An den Unfall mit Andre Maier kann ich mich gut erinnern. Er ereignete sich zu meiner Bordzeit. Andre sollte einen Defekt in einer Abzweigdose an der Schottwand beheben. Er stand auf einer Leiter, mit dem Kopf in Höhe des Krans. Irgend einer betätigte den Kran und verletzte Andre am Kopf tötlich.
      Die Situation war hammerhart. Der Kommandant kam aufs Heizerdeck und fragte wer wer die Flagge in 1.Geige auf halbmast zieht. Da stockte uns allen fast der Atem. Wir hatten alle gehoft ,daß der Unfall nicht so schlimm sein würde.
      Moin Sailors,

      die von blendaxx angesprochenen Unterlagen im Militärarchiv in Freiburg habe ich schon bei meinen Recherchen für unsere in Arbeit befindliche ausführliche Schiffschronik eingesehen. Über das Web kann man diese Sachen nicht einsehen. Den Unfall des Gefreiten Andre Maier am 07.09.83 habe ich natürlich auch für die Chronik dokumentiert. Ein trauriges Ereignis. Hier mal der Auszug wie ich ihn für die Chronik zusammengefasst habe:

      Tödlicher Unfall an Bord

      Nach der Rückkehr von der Convoy-Übung am 07.09. kommt es beim normalen Arbeitsdienst an Bord zu einem tödlichen Unfall. Der Gefr. Andre Maier hatte Auftrag, eine im achteren Bereitstellungsraum im hinteren Bereich installierte offene Lautsprecheranschlussdose zu schließen. Dabei geriet er mit dem Kopf zwischen Kranfahrwerk des gerade von Maat XXXXX bedienten Stapelkrans und einen Decksunterzug.
      Um 1427 meldete der Hafen-WO OL Gonther dem Kmdt. KK Müller einen schweren Unfall im hinteren Bereitstellungsraum VII H 0. Der Gefreite Maier hat schwerste Verletzungen erlitten, durch SanM wird Erste Hilfe geleistet. 1427 MSanStaffel WHV verständigt, Notarzt angefordert. Nach Eintreffen der Rettungskräfte um 1435 und Sofortmassnahmen durch den Notarzt wird der Gefr. Maier um 1445 abtransportiert. Um 1450 Anruf des Flottillenarztes Dr. Pietsch und Mitteilung, dass der Gefr. Maier tot ist. Der Kmdt. befiehlt daraufhin Halbmast zu flaggen. Die Kriminalpolizei Wilhelmshaven übernimmt die weiteren Ermittlungen. Die Eltern des Gefr. Maier werden noch am selben Tag durch den Kmdt. persönlich an ihrem Wohnort bei Hannover über den Tod ihres Sohnes unterrichtet.
      Wie man später ermittelt ist für den Unfall ursächlich, dass 2 Soldaten unkoordiniert auf engstem Raum Arbeiten ausführten, obwohl beide hätten erkennen müssen, dass der Reparaturauftrag des Verunfallten nur dann risikofrei auszuführen war, wenn der Stapelkran im Arbeitsbereich stillgelegt wird.

      Das zum Schluss genannte Ermittlungsergebnis stammt aus den Havarieakten. Bei Havarieuntersuchungen (nicht wundern, auch Personenunfälle werden durch den Beauftragten für Havarien untersucht und tragen daher diesen Titel) wird nicht nach der Schuldfrage gesucht, sondern nach Ursachen und wie man ggf. weitere Vorfälle verhindern kann. Das Ergebnis von Havarieuntersuchungen wird dann oft zum Unterricht genutzt oder führt zu Änderungen von Vorschriften und Richtlinien wie auch in diesem Fall. Ist dabei Fehlverhalten von Personen festgestellt worden, fließt das dann natürlich in entsprechende Disziplinarverfahren ein. Das Ergebnis der polizeilichen/staatsanwaltlichen Untersuchung für diesen Fall geht aus den Unterlagen der Marine nicht hervor.

      Am 13.09. fand dann an Bord noch eine Gedenkmusterung aus Anlass der Beisetzung des Kameraden statt. Das war sicherlich kein leichter Gang für den Komo zu den Eltern. Unser Alter Friese hat das ja auch mal mitmachen müssen und weiß, wie besch.... das ist.

      Gruss
      Taste
      Die Erinnerung ist das einzige Paradies aus dem man nicht vertrieben werden kann. ;)

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      Original von Alter Friese
      das stimmt. als versorger habe ich natürlich auch von der geschichte gehört. ich glaube, mein alter stabsbootsmann ad heiko c... war damals auch schon an bord. der kamerad soll damals eingequetscht worden sein als er die katze instand gestzt hat. dabei soll ein anderer nicht aufgepasst haben und hat ihn dann eingequetscht. er ist dann an seinen verletzungen verstorben.



      Soviel ich wieß, ist Stabo Heiko erst 1986 auf die Glu gekommen, der Unfall bei uns in der Vers war aber schon eher. VM war damals ???
      (Grauhaariger Manta-B-Fahrer)

      Post was edited 1 time, last by “Bernd HG -11-” ().

      Moin!

      Gulitz den kenne ich auch noch,damals Hbtsm in der Fremdversorgung,war bevor er auf die A1414 kam Militärattache in Frankreich glaube sogar in Paris!?!

      War ganz in Ordnung der Alte.

      Mfg Benno

      Militärattache

      Moin allerseits,

      ohne zu tief in das Thema einzusteigen sei am Rande bemerkt, dass ein PUO höchstens Angehöriger eines Militärattachestabes sein kann. War selber 1995 an der Botschaft in Paris und da war der Militärattache ein Brigadegeneral und der Marineattache ein Kapitän z.S. Wenn ich mich recht erinnere war sein Büroleiter (einziger weiterer Marinedienstgrad im Stab) ein Obermaat oder Bootsmann. Name fällt mir nicht mehr ein, aber er war ein ehemaliger Offenburg-Fahrer. Als Troßschiff-Fahrer haben wir uns daher gut verstanden und er hat mich auch mal zu einem Besuch der Glücksburg eingeladen als die damals in Le Havre war. Konnte die Einladung damals leider aufgrund anderer Termine nicht wahrnehmen.

      Gruss
      Taste
      Die Erinnerung ist das einzige Paradies aus dem man nicht vertrieben werden kann. ;)

      tödl. Unfall

      Hallo Kameraden,

      das war meine traurigste Erinnerung (07.Sept.1983) an meine Dienstzeit und ich möchtegerne einige Sätze dazu schreiben.

      Ich war damals als See 2 auf der Glücksburg und wir hatten unsere Convoi-Übung erfolgreich abgeschlossen.
      Wie immer im Heimathafen angekommen hatten alle Abteilungen viel zu tun um unsere Glücksburg aufzuklaren und dann die Abschlußmusterung abzuhalten, so das wir ins verdiente Wochende fahren können.
      Die Besatzung war froh über die erfolgreich durchgeführten Manöver und jeder legte noch einen Zahn zu um das Wochende bald zu genießen.
      Dabei kam es im achteren Bereitstellungsraum zu dem tödlichen Unfall des Andre Maier.
      Eine große Hochachtung will und muß ich dem damaligen Sanitätspersonal für sein schnelles und beherzts Eingreifen aussprechen.

      MFG HAPE