Warnemünder Marine-Soldaten auf Zypern verprügelt

      Warnemünder Marine-Soldaten auf Zypern verprügelt

      15 Besatzungsmitglieder des Warnemünder Schnellboots „Hermelin“ sind in Limassol von Türstehern überfallen worden.

      Limassol - Mit Eisenstangen und Knüppeln sind 15 Besatzungsmitglieder des Schnellbootes „Hermelin“ aus Warnemünde nach einem Barbesuch in Limassol auf Zypern von 20 bis 30 Personen angegriffen worden. „Ohne Vorwarnung“ habe eine Gruppe Türsteher die Deutschen direkt vor der Bar „Rumors“ überfallen und verprügelt, berichtet Fregattenkapitän Roland Vogler-Wander (47) vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam.

      Laut der Nachrichtenagentur AFP wurden vier Türsteher zwischen 22 und 38 Jahren vorübergehend festgenommen, die zypriotischen Behörden ermittelten noch wegen Körperverletzung.

      Am 22. August, einem Sonnabend, hätten die Soldaten, die für die Vereinten Nationen die Seewege in den Libanon sichern, in der Innenstadt-Bar ihren Feierabend verbracht, sagt Vogler-Wander. „Alle waren ganz lieb und nett, es wurde nicht gepöbelt. Da gibt es keine Vorwürfe.“ In den frühen Morgenstunden seien die Deutschen gebeten worden zu gehen – „warum, weiß ich nicht“.

      Vor der Bar, die im Internet mit dem Slogan „Where friends meet“ – (Wo Freunde sich treffen) – für sich wirbt, seien die Soldaten dann plötzlich angegriffen worden. „Sie waren in der Unterzahl und sind weggelaufen“, berichtet Vogler-Wander aus der entsprechenden Sofort-Meldung der Truppe.

      Alle 15 Besatzungsmitglieder, darunter offenbar zwei Frauen – mussten medizinisch betreut werden – die meisten erlitten Schnittwunden und Prellungen. „Ernsthaft verletzt wurde aber niemand.“

      Die Marinesoldaten sollen für die UN den Waffenschmuggel in dem Seegebiet in den Libanon unterbinden. Seit 2006 ist die Marine im so genannten Unifil-Einsatz (United Nations Interim Forces in Lebanon) im Hafen von Limassol auf Zypern stationiert.

      Dort sei die Lage eigentlich „recht friedlich“, sagt Vogler-Wander. Natürlich habe es auch „mal einen Streit gegeben, wenn einer seine Zeche nicht gezahlt hatte oder so“. Einen vergleichbaren Überfall habe es aber noch nie gegeben. Zu möglichen Hintergründen wollte er sich – mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen – nicht äußern.

      Laut der lokalen Tageszeitung „Cyprus Mail“ handelt es sich bei den Angreifern um griechische Zyprioten. In Marinekreisen wird dagegen spekuliert, dass es sich bei dem Vorfall um einen gezielten Angriff aus Kreisen der russischen Mafia handeln könnte. Die deutschen Soldaten seien in Zivil unterwegs gewesen. Ende November sollen „Hermelin“ und das zweite Schnellboot aus Rostock-Warnemünde, „Dachs“, von Minensuchern aus Kiel abgelöst werden.
      Ich hatte keinen Truppenausweis, ich hatte eine Mitgliedskarte der Marine q:)
      X(

      Das haben wir zu meiner Zeit ganz anders gelöst.

      Als ich bei den Marinefliegern war, wurde ein Soldat aus der Horstsicherungsgruppe in einer Dico verprügelt und kam ziemlich verbeult durchs Haupttor wieder in die Kaserne. Nach ca einer Viertelstunde ging die komplette Gruppe ins Dorf. Danach hatte die Dico 2 Monate wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
      Moin Oller
      Da muss ich dir recht geben so ging das fueher, Heut zu tage leider nicht mehr moeglich. Das waere am selben Tag noch um die Ganze Welt
      Riesen scandal mit Deutscher Marine.
      Wenn wir dennen schon Helfen dann sollte doch weigstens alles drum rum stimmen.
      Gruss Martin